FAQ zur Hypothek (Schweiz)
Kurze, klare Antworten zu Tragbarkeit, 33%-Regel, kalkulatorischem Zins, Eigenkapital/Belehnung und Amortisation. Für konkrete Zahlen nutze den Tragbarkeitsrechner.
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Tragbarkeit & 33%-Regel
Warum Banken konservativ rechnen – und was “tragbar” bedeutet.
Was bedeutet “Tragbarkeit” bei einer Hypothek?
Tragbarkeit beschreibt, ob die jährliche Gesamtbelastung einer Finanzierung (Zins, Unterhalt/Nebenkosten und ggf. Amortisation) im Verhältnis zum Einkommen als “verkraftbar” gilt. Banken nutzen dafür oft konservative Annahmen. Eine schnelle Orientierung liefert der Tragbarkeitsrechner.
Warum wird oft die 33%-Regel verwendet?
Die 33%-Regel ist eine verbreitete Heuristik: Liegt die jährliche Belastung bei maximal rund einem Drittel des Bruttoeinkommens, gilt das Risiko als eher kontrollierbar. Es ist kein Gesetz, sondern ein Orientierungswert. Details zur Logik findest du in Tragbarkeit erklärt.
Was zählt zur jährlichen “Gesamtbelastung”?
Typisch werden drei Komponenten berücksichtigt: (1) Zinskosten (häufig mit kalkulatorischem Zinssatz), (2) Unterhalt/Nebenkosten als pauschaler Anteil am Kaufpreis (z. B. 1%) und (3) Amortisation der 2. Hypothek, falls vorhanden. Zur Unterhalt-Komponente: Unterhaltskosten.
Was bedeutet “knapp” oder “nicht tragbar” – und was kann ich tun?
“Knapp” bedeutet: Du liegst nahe am Richtwert (z. B. 33–36%). “Nicht tragbar” liegt darüber. Typische Hebel sind mehr Eigenkapital, ein tieferer Kaufpreis oder eine geringere 2. Hypothek/Amortisation. Für konkrete Wirkung: erst im Tragbarkeitsrechner simulieren, danach Stellschrauben planen.
Zinssätze (real vs. kalkulatorisch)
Warum die Bankprüfung oft strenger ist als eine “Marktzins-Rechnung”.
Was ist ein “kalkulatorischer Zinssatz”?
Der kalkulatorische Zinssatz ist ein Stress-Test-Zins, mit dem Banken prüfen, ob du auch bei höheren Zinsen tragbar bleibst. Er liegt oft über dem aktuellen Marktzins. Das Ziel ist Risikoreduktion bei Zinsanstiegen. Eine klare Erklärung findest du unter Kalkulatorischer Zinssatz.
Warum ist der kalkulatorische Zinssatz oft höher (z. B. 5%)?
Weil die Tragbarkeit nicht nur “heute” stimmen soll, sondern auch bei einem Zinsanstieg. Ein höherer Annahme-Zins wirkt wie ein Sicherheits-Puffer. So wird das Risiko reduziert, dass Haushalte bei Zinsänderungen finanziell überfordert werden. Mehr Kontext: kalkulatorischer Zinssatz.
Realer Zins vs. kalkulatorischer Zins – welchen soll ich verwenden?
Für “Was kostet es aktuell?” ist der reale Zins nützlich. Für “Bestehe ich die Banklogik?” ist der kalkulatorische Zins entscheidend. Idealer Workflow: (1) Tragbarkeit konservativ testen, (2) Kosten realistisch einschätzen, (3) Entscheidung treffen. Starte mit Tragbarkeit berechnen.
Wie stark beeinflusst eine Zinsänderung die Tragbarkeit?
Zins wirkt direkt auf die jährliche Belastung: Hypothek × Zinssatz. Bei hohen Hypotheken können schon kleine Zinsänderungen grosse Beträge bewegen. Deshalb lohnt eine Neuberechnung insbesondere bei Erneuerung/Wechsel. Siehe auch Hypothek erneuern.
Eigenkapital & Belehnung
Wie viel “Puffer” steckt in der Finanzierung – und was bedeutet 80%?
Wie viel Eigenkapital braucht man typischerweise (20%)?
Als grobe Orientierung wird häufig von rund 20% Eigenkapital gesprochen. Das reduziert die Belehnung und damit Risiko. Die exakten Kriterien können variieren, aber mehr Eigenkapital verbessert oft die Ausgangslage. Ein Überblick steht unter Eigenkapital.
Was bedeutet “Belehnung (LTV)”?
Belehnung (Loan-to-Value) ist das Verhältnis von Hypothek zum Kaufpreis: Hypothek ÷ Kaufpreis. Je höher die Belehnung, desto mehr Fremdfinanzierung steckt drin. Häufig wird 80% als wichtige Schwelle betrachtet. Rechne es schnell im Belehnungsrechner.
Was bedeutet “über 80% Belehnung”?
Über 80% bedeutet: Du bringst weniger als 20% Eigenkapital ein (vereinfacht). Das kann zu strengeren Kriterien führen – z. B. mehr Eigenkapital, strengere Tragbarkeit oder stärkere Amortisationsanforderungen. Für die Einordnung nutze Belehnung berechnen.
Was ist der Zusammenhang zwischen Eigenkapital und Tragbarkeit?
Mehr Eigenkapital bedeutet eine kleinere Hypothek. Dadurch sinken Zinskosten (auch im Stress-Test) und meist auch die 2. Hypothek. Beides wirkt positiv auf die Tragbarkeit. Praktisch: Erst Belehnung prüfen, dann Tragbarkeit testen. Start: Tragbarkeit berechnen.
Amortisation & 2. Hypothek
Warum 15 Jahre oft als Richtwert auftauchen – und was passiert ohne 2. Hypothek?
Was ist die 1. und 2. Hypothek (2/3-Regel)?
Vereinfacht: Die 1. Hypothek deckt typischerweise bis etwa 2/3 des Kaufpreises. Alles darüber kann als 2. Hypothek gelten. Dieser Teil wird in vielen Modellen stärker amortisiert. Für die Aufteilung und Belehnung nutze Belehnungsrechner.
Warum wird die 2. Hypothek oft in 15 Jahren amortisiert?
15 Jahre ist ein verbreiteter Richtwert in vereinfachten Bankmodellen: Der “riskantere” Teil über 2/3 soll über die Zeit reduziert werden. Die genaue Vorgabe kann variieren, aber als Näherung ist es hilfreich. Rechne die lineare Amortisation im Amortisationsrechner.
Was passiert, wenn es keine 2. Hypothek gibt?
Wenn deine Hypothek maximal bis etwa 2/3 des Kaufpreises reicht, fällt in vielen vereinfachten Modellen keine obligatorische Amortisation der 2. Hypothek an. Dann besteht die Belastung primär aus Zins und Unterhalt. Prüfe es mit Amortisation berechnen.
Wie wirkt Amortisation auf die Tragbarkeit?
Amortisation erhöht kurzfristig die jährliche Belastung, kann aber langfristig die Restschuld reduzieren. Für die Tragbarkeit zählt, was jährlich “abfliesst”. Deshalb ist es wichtig, Amortisation im Tragbarkeitstest an-/abschalten zu können: Tragbarkeit berechnen.
Kaufpreis & Planung
Wie du aus Einkommen/Eigenkapital einen plausiblen Preisrahmen ableitest.
Wie finde ich heraus, welchen Kaufpreis ich mir leisten kann?
Ein praktikabler Ansatz ist: (1) Tragbarkeit grob als Ziel setzen (z. B. 33%), (2) mit Zinssatz/Unterhalt/Amortisation rechnen, (3) Kaufpreis so lange anpassen, bis die Belastung passt. Der Maximaler Kaufpreis Rechner macht das (vereinfacht) per Annahmen – danach immer final im Tragbarkeitsrechner prüfen.
Was sind Unterhalts-/Nebenkosten und was bedeutet die 1%-Regel?
Unterhalt/Nebenkosten sind laufende und periodische Kosten rund um die Immobilie (Instandhaltung, Rückstellungen, Abgaben etc.). In Bank-Heuristiken wird oft pauschal mit ca. 1% des Kaufpreises pro Jahr gerechnet – als Richtwert, nicht als Garantie. Details: Unterhaltskosten.
Wie wirkt sich zusätzliches Einkommen (Partner) aus?
Zusätzliches Einkommen erhöht den Nenner der Tragbarkeit (Einkommen gesamt) und kann die Tragbarkeit verbessern – sofern es stabil und plausibel ist. Für ein Gefühl: Tragbarkeit mit und ohne Zusatz-Einkommen testen. Start: Tragbarkeit berechnen.
Was ist der Unterschied “Mieten oder Kaufen” in eurem Modell?
Das Modell vergleicht monatliche Mietkosten (Miete + Nebenkosten) mit vereinfachten Kaufkosten (Zins real + Unterhalt + optional Amortisation). Es ist keine Rendite-/Investitionsrechnung und ignoriert Faktoren wie Steuern oder Wertentwicklung. Nutze: Mieten oder Kaufen.
Rechner & Nutzung
Wie du die Tools im Cluster sinnvoll kombinierst.
In welcher Reihenfolge soll ich die Rechner nutzen?
Ein sinnvoller Ablauf: (1) Preisrahmen grob über Maximaler Kaufpreis, (2) Belehnung prüfen im Belehnungsrechner, (3) Amortisation verstehen über Amortisationsrechner, (4) final Tragbarkeit konservativ testen im Tragbarkeitsrechner.
Warum ist der Tragbarkeitsrechner auf “/” (Home) so zentral?
Weil er die Banklogik (Stress-Test) in einem zusammenhängenden Modell abbildet: Zins (kalk.), Unterhalt und Amortisation. Viele Einzelfragen laufen dort zusammen. Wenn du unsicher bist, starte immer mit Tragbarkeit berechnen.
Wie hängt “Hypothek erneuern” mit Tragbarkeit zusammen?
Bei Erneuerung/Ablösung können Zins, Produktform und Amortisation ändern. Dadurch ändert sich die jährliche Belastung und damit die Tragbarkeit. Deshalb ist eine Neuberechnung sinnvoll – besonders bei Zinswechseln. Siehe Hypothek erneuern.
Was kann ich tun, wenn ich keine passende Antwort finde?
Prüfe Begriffe im Glossar oder lies die ausführliche Erklärung zu Tragbarkeit. Für Zahlen: immer kurz im Tragbarkeitsrechner testen.
Weitere häufige Fragen
Zusatzfragen für Long-Tails.
Ist “tragbar” gleichbedeutend mit “finanziell komfortabel”?
Nicht zwingend. Tragbarkeit ist eine Bank-Orientierung, keine Komfortgarantie. Haushaltsbudgets, Reserven und Lebensstil spielen eine grosse Rolle. Nutze das Resultat als Ausgangspunkt und rechne konservativ – am besten im Tragbarkeitsrechner.
Warum wird Unterhalt manchmal pauschal gerechnet?
Weil Unterhalt stark variiert (Objekt, Alter, Zustand) und Banken mit Heuristiken arbeiten müssen. Eine pauschale Regel wie “1%” ist ein vereinfachter Sicherheitsansatz. Du kannst das Verständnis vertiefen unter Unterhaltskosten.
Kann eine tiefere Belehnung die Tragbarkeit indirekt verbessern?
Ja: Tiefere Belehnung bedeutet meist mehr Eigenkapital und damit weniger Hypothek. Das senkt Zinskosten und oft die 2. Hypothek, wodurch auch die Amortisationslast sinken kann. Prüfe zuerst Belehnung im Belehnungsrechner.
Gibt es einen schnellen Einstieg ohne Details?
Ja: Nutze den Hypothekenrechner Hub für einen Schnell-Rechner (Hypothek & Belehnung) und gehe dann direkt zum Tragbarkeitsrechner für die vollständige Prüfung mit Annahmen.
Nicht gefunden?
- Glossar – Begriffe rund um Hypothek, Tragbarkeit und Belehnung.
- Tragbarkeit erklärt – ausführliche Erklärung inkl. Beispiele & Formeln.
Finaler Check? Rechne Tragbarkeit mit konservativen Annahmen.
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