Was bedeutet Belehnung (LTV)?
Die Belehnung (Loan-to-Value, LTV) beschreibt, welcher Anteil des Kaufpreises durch eine Hypothek finanziert wird. Je höher die Belehnung, desto höher sind tendenziell die Anforderungen der Bank an Eigenkapital, Amortisation und Risikopuffer.
Wenn du zuerst wissen willst, wie viel du dir leisten kannst, nutze den Maximaler Kaufpreis Rechner.
1. und 2. Hypothek in der Schweiz
In der Schweiz wird die Hypothek häufig in zwei Teile aufgeteilt:
- 1. Hypothek: bis maximal 2/3 des Kaufpreises (Richtwert).
- 2. Hypothek: der Teil darüber – kann zusätzliche Anforderungen (z. B. Amortisation) nach sich ziehen.
Wie Amortisation in die Tragbarkeit einfliesst, siehst du auch im Amortisationsrechner.
Wie beeinflusst Belehnung die Tragbarkeit?
Eine höhere Belehnung bedeutet eine höhere Hypothek – dadurch steigen die kalkulatorischen Zinsen. Entsteht eine 2. Hypothek, kann zusätzlich eine Amortisation verlangt werden. Für die Bank zählt letztlich die Tragbarkeit: jährliche Belastung im Verhältnis zum Einkommen.
Hintergrund zu den Annahmen findest du unter kalkulatorischer Zinssatz und Tragbarkeit erklärt.
FAQ
Was ist LTV/Belehnung?
LTV (Loan-to-Value) ist das Verhältnis von Hypothek zum Kaufpreis. Beispiel: 680’000 CHF Hypothek bei 850’000 CHF Kaufpreis entspricht 80% Belehnung.
Warum ist die 80%-Schwelle wichtig?
Über 80% Belehnung steigt oft das Risiko aus Sicht der Bank. Häufig sind mehr Eigenkapital, strengere Kriterien oder zusätzliche Anforderungen nötig.
Was bedeutet die 2/3-Regel für 1. und 2. Hypothek?
Typisch ist: 1. Hypothek bis 2/3 des Kaufpreises. Alles darüber gilt als 2. Hypothek und kann z. B. amortisiert werden.
Welche Rolle spielt 20% Eigenkapital?
20% Eigenkapital ist ein häufig genannter Richtwert (entspricht 80% Belehnung). Unter 20% kann es schwieriger werden, eine Finanzierung zu erhalten.
Reicht eine niedrige Belehnung für eine Zusage aus?
Nicht zwingend. Zusätzlich wird die Tragbarkeit geprüft (Belastung vs. Einkommen). Nutze dafür den Tragbarkeitsrechner.